, Julia Müller

Damen 30 des TC Rot-Weiß Limburg zeigen Herz und Kampfgeist in Griesheim

Am vergangenen Sonntag machten sich die Damen 30 des TC Rot-Weiß Limburg bei strahlendem Sonnenschein auf den weiten Weg nach Griesheim bei Darmstadt. Es war das letzte Medenspiel der Saison – und die Mannschaft wollte noch einmal alles geben, um nicht auf dem letzten Tabellenplatz zu landen und die Saison mit einem Sieg zu beenden.

TUS Griesheim - TC RW Limburg: 4:2

Von Beginn an war klar: Das würde ein harter Kampf, trotz großer Leidenschaft, mit der die Spielerinnen zu Werke gingen, denn Griesheim hat stark aufgestellt.
Mareike Grünewald-Stenschke spielte souverän und brachte mit ihrem klaren Sieg den ersten Punkt auf die Habenseite. Steffi Kruse gab alles auf dem Platz kurz nach Ende der Babypause – auch wenn sie sich ihrer starken Gegnerin geschlagen geben musste, zeigte sie, dass mit ihr in Zukunft wieder fest zu rechnen ist. Lisa Schäfer hielt im ersten Satz stark dagegen, verlor aber nach einem unglücklichen Satzende etwas die Konzentration und musste ihr Match abgeben. Besonders dramatisch wurde es bei Julia Müller: Über mehr als zwei Stunden kämpfte sie in der Hitze, rannte jedem Ball hinterher und pushte sich immer wieder – am Ende waren es in den entscheidenden Punkten immer die eigenen Nerven, die dann zum Verlust des Spiels beigetragen haben.

Mit 1:3 ging es also in die Doppel. Obwohl die Ausgangslage schwierig war, schworen sich die Limburgerinnen noch einmal ein. Doch dann der nächste Rückschlag: Steffi Kruse verletzte sich, und das erste Doppel mit der hochmotivierten Eva Thöne an ihrer Seite musste abgegeben werden – der Gesamtsieg für Griesheim stand damit fest. Aber Aufgeben? Keine Option für Limburg! Julia Müller und Lisa Schäfer bündelten noch einmal alle Kräfte und spielten, als ginge es um die Meisterschaft. Nach einem knapp verlorenen Tie-Break im ersten Satz zeigten sie im zweiten Durchgang ihre ganze Klasse und erzwangen mit viel Willen den Entscheidungssatz. Im Champions-Tie-Break bewiesen beide Nervenstärke, pushten sich gegenseitig und holten unter dem Jubel des Teams den zweiten Punkt für Limburg.

Auch wenn das Endergebnis von 2:4 nicht den großen Triumph brachte, fühlte es sich für die Mannschaft wie ein kleiner Sieg an. Denn einmal mehr hat das Team gezeigt: Kampfgeist, Leidenschaft und Zusammenhalt sind ihre größte Stärke. Und so endete die Saison zwar ohne Happy End in der Tabelle – aber mit einem unvergesslichen Tag voller Emotionen und Teamspirit.